Woche 5: Salkantay Trek, Machu Picchu & Puno

Nachdem wir uns genug an die Höhe angepasst hatten war es Zeit für das Hauptevent, die 4 Tage Wanderung nach Machu Picchu.

Salkantay Trek Tag 1 – Humantay Lake

Am ersten Tag ging es früh los, kurz vor 5 Uhr wurden wir abgeholt. Dann ging es in knapp 3 Stunden fahrt zum Startpunkt des Treks. Die Fahrt war Anfangs auf normalen Straßen, später eher ein besserer Feldweg. Nach einer kurzen Einweisung wanderten wir los. Der erste Tag war entspannend, es ging nur knapp 1,5h zum ersten Camp. Dieses hat positiv überrascht, es waren kleine Hütten mit Glasdach, so das man Nachts die Sterne sehen konnte. Es gab Toiletten, Wasser, Waschmöglichkeiten, bequeme Matratzen und sogar einen kleinen Shop. Das Camp lag bereits auf 3800m, dies würden wir später in der Nacht merken, als die Temperaturen sich den Gefrierpunkt nährten. Zuvor jedoch packten wir eine kleine Wasserflasche und es ging zum heutigen Tagesziel. Dem Humantay See. Vom Camp ist es ca. 1h steiler Aufstieg, dann erreicht man den See auf knapp 4200m. Der See ist durch den gleichnamigen Gletscher entstanden und bietet eine wirklich eine beeindruckende Kulisse. Nachdem wir zurück waren gab es Tee und Snacks (frisches Popcorn!) und etwas später ein reichliches Abendessen.

Salkantay Trek Tag 2 – Salkantay Pass 4630m

Auch am 2ten Tag ging es (leider) wieder früh los. Um 5 Uhr klopfte es an der Tür, es gab warmen Coca Tee als Room Service. Nach einem leckeren Frühstück ging es dann los. Der heutige Tag war die Königsetappe. Aufstieg auf 4600m und 12h Wanderung insgesamt. Der Anstieg bis auf 4600m war erstaunlich entspannt, wir waren inzwischen sehr gut an die Höhe angepasst. Nach etwas über 2,5h erreichten wir den Salkantay Pass. Hier konnte man den nächsten eindrucksvollen Gletscher bewundern. Nach eine Pause, mehreren Fotosessions und einem traditionellen Inka Ritual ging es an den 2000m Abstieg. Nach etwa 2h Bergab erreichten wir unser nächstes Zwischenziel, einen kleines Dorf, wo es auch Mittagessen gab. Das Essen auf der Wanderung war erstaunlich gut. Es gab zu Mittag und Abends jeweils eine Suppe und danach eine Art Buffet mit Fleisch/Fisch/Pommes/Reis/Gemüse. Gegen 17:30Uhr erreichten wir unser Nachtlager. Die Wanderung war letztlich nicht Anspruchsvoll aber sehr lang. Umso mehr freute es uns das es am 2ten Abend die Möglichkeit gab eine warme Dusche zu genießen, nach Dieser waren die 12h Wanderung schon fast vergessen.

Salkantay Trek Tag 3 – Dschungel, Kaffee und Aquas Calientes 4630m

Nach einer verregneten aber deutlich wärmeren Nacht starteten wir in Tag 3 der Wanderung. Ab heute war kurze Hose angesagt. Nachdem wir 2000m abgestiegen waren, war das Wetter deutlich wärmer. Nach 5h Wanderung durch die Schlucht, besuchten wir eine Kaffeeplantage. Die kurze Exkursion war Ok, aber nicht besonders spannend. Danach mussten wir leider unsere Gruppe verlassen. Wir hatten den 4 Tage Trek gebucht, der Rest die 5 Tage Variante. Nach einer kurzen 1h Fahrt erreichten wir den Bahnhof von Hidroelectrica. Von hier aus wanderten wir weitere 3h bis nach Aquas Calientes. Die Wanderung an den Schienen entlang war überraschend Aussichtsreich. Leider hatte unser neuer Guide wohl etwas Zeitdruck so das wir quasi ohne Pause zu unserem Ziel gehastet sind.

Aquas Calientes selbst ist eine schöne aber extrem touristische Stadt. Sie besteht Hauptsächlich aus Hotels, Restaurants und Souvenirshops. Wer gut essen will, wird hier aber schnell fündig. Von einfachen Marktessen bis gehobener Küche sowie Sushi, ist alles dabei.

Salkantay Trek Tag 4 – Machu Picchu und Rückreise

Am Tag 4 ging es noch früher los. Um Punkt 4 Uhr sind wir aufgestanden um 6 Uhr am Eingang zu sein. Zum Haupteingang kann man für 12$ mit dem Bus fahren, oder halt laufen. Laufen bedeutet ca. 400 Höhenmeter Aufstieg, ausschließlich Treppen, Po Training ist hier gesichert. Unser Ticket inkludierte Zugang zum Berg Machu Picchu, normalerweise kostet dies Extra. Der Kontrolleur am Eingang meinte das wir erst den Berg dann die Ruinen besichtigen sollen. Also ging es weiter zum Checkpoint des Berges. Nachdem wir kurz warten mussten bis auch dieser Eingang öffnet, ging es weiter auf den Berg. Auch hier heißt es zu 90% Treppen steigen, dieses mal weitere 700hm. Der Aufstieg ist dennoch empfehlenswert. Die Treppen winden sich steil den Berg entlang und man kommt sich vor als ist man in einem Indiana Jones Film. Leider war uns an diesem Tag der Wettergott nicht gut gesonnen. Die Wolken hingen im Berg und wollten auch die nächsten Stunden nicht verschwinden. Nach ca. 1,5h Aufstieg erreichten wir den Gipfel auf knapp über 3000m. Nach kurzer Pause und Gipfelfoto ging es dann schon wieder an den Abstieg, wir hatten schließlich noch die eigentliche Besichtigung der Ruinen vor uns. Die Ruinen selbst beeindrucken durch die Größe und Detail der Architektur. Man kann locker 2h durch die verschiedenen Bereiche laufen. Nachdem wir Rundweg 1 abgeschlossen hatten, machten wir uns auf den Abstieg. Selbst ich spürte die weiteren 400hm Stufen dann in meinen Beinen. Nach einen kurzen Mittagessen ging es an das letzte Highlight des Trips, die Zugfahrt zurück im Panoramazug. Auch hier fühle man sich wie im Film, der Zug schlingt sich langsam durch das enge Tal, dabei ändert sich die Landschaft innerhalb von 1,5h von Dschungel in eine karge Bergwelt. Insgesamt war der Salkantay Trek ein absolutes Highlight und ist jedem zu empfehlen der mal nach Peru will!

Puno die Stadt am 3800m hohen Titicaca See

Woche 5 war noch nicht ganz zu ende, nach einer Nacht in Cusco ging es am nächsten Abend per Nachtbus nach Puno. Die Stadt liegt direkt am Titicaca See, einen der höchsten und größten Bergseen der Welt. Es ist unglaublich sich vorzustellen das dieser See 800m höher als die Zugspitze liegt.

Für den See haben wir eine ganztägige Tour gebucht, nachdem uns unsere Agentur erst vergessen hatte und wir dann doch noch mit einen separaten Boot zu unserer Gruppe auf den See gefahren wurden, ging es los. Die Hauptattraktion sind die schwimmenden Dörfer der Uros. Diese Ureinwohner leben direkt auf dem See, bei niedrigem Wasser liegen die Inseln noch auf dem Boden, bei Hochwasser Schwimmen sie. Die Inseln selbst bestehen aus einer von getrocknetem Schilf bedeckten Wurzelschicht. Ca. alle 14 Tage müssen die oberen Schichten erneuert werden. Dafür wird regelmäßig neues Schilf geerntet. Die Inseln selbst sind dabei recht groß und bestehen aus dutzenden Häusern inkl. Markt und Schule.

Danach ging es mit dem Schnellboot zur Insel Taquile. Die Insel selbst bietet nicht viel, man fühlt sich wie auf einer Insel im Mittelmeer, nach ca. 3h Wanderung auf der Insel und leckerem Fisch zum Mittagessen ging es zurück nach Puno. Zurück in der Stadt haben wir den Tag dann gemütlich bei Pizza ausklingen lassen. Die Woche war ein Erlebnis aber auch anstrengend. Vor uns liegen hoffentlich etwas erholsamere Tage in Arequipa.

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