25.02.23-05.03.23
Sehr früh morgens machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hafen. Obwohl wir schon Tickets haben, müssen wir Schlange stehen. Mehrmals. Zuerst um unsere Sitznummer zu bekommen, dann um gegen Zusatzgebühr das Gepäck abzugeben (man hat keine Wahl) und zum Schluss für eine weitere (Terminal-)Gebühr. Heute ist das Meer alles andere als ruhig, ich versuche zu schlafen, damit mir auf der Überfahrt nicht schlecht wird.
Wir genießen die Ruhe und unser großzügiges Zimmer auf Siquijor. Die Unterkunft hat einen hübschen Garten mit Pool. Am Nachmittag sehen wir uns den nahegelegenen Strand an. Im vorderen Teil gibt es Schaukeln und ein paar Verkaufsstände, hier sind hauptsächlich einheimische Familien. Weiter hinten gibt es kleine, provisorische Strandbars, die Getränke an Touristen verkaufen. Das Meer liegt ruhig da, die Atmosphäre ist sehr entspannt.





Am nächsten Tag fahren wir mit einem gemieteten Roller auf die andere Seite der Insel zu den Cambugahay Wasserfällen. Umgeben von Dschungel, fließt das blaue Wasser in mehreren Stufen den Hang hinab. Der Eintritt ist überraschend günstig und das Areal gut erschlossen. Spaß kostet aber extra: Trockene Ablagefläche für Kleidung, Seil zum ins Wasser schwingen, Floßfahrt inklusive Video (die Filipinos sind ziemlich Selfie-verrückt). Wir setzen uns nur auf die Steine in dem überraschend warmen Wasser und beobachten die Leute um uns herum. Am Abend laufen wir nochmal kurz zum Strand, um den Sonnenuntergang anzuschauen.






Es regnet. Der Kaffee beim Frühstück ist so stark, dass mir schwindelig wird. Es gibt einen hauseigenen Billardtisch, eigentlich eine gute Beschäftigung für schlechtes Wetter, aber meine Bewegungen sind so unkoordiniert, dass ich noch schlechter spiele als üblich. Abends essen wir in einem veganen Restaurant mit Live-Musik. Die Band spiel gerade laut genug, um den bemerkenswert schlechten Karaoke-Gesang aus dem Nachbarhaus zu übertönen.


Am letzten Tag auf Siquijor nutzen wir den Strand nochmal richtig aus. Es gibt auf der Insel nur wenige andere Aktivitäten, aber die Ruhe und der moderate Tourismus sind eine willkommene Abwechslung zum Trubel in den philippinischen Hotspots.


Weiter gehts mit der Fähre nach Tagbilaran. Dieses Mal haben wir (aus Neugier) den Aufpreis für die Buisnessclass bezahlt. Dafür haben wir mehr Platz und müssen das Gepäck nicht abgeben. Es sind nur wenige Plätze besetzt und die Klimaanlage ist auf Kühlschrank eingestellt. Auf dem Bildschirm läuft die Raubkopie eines Marvelfilms, leider ohne Ton. Von Tagbilaran aus ist es eine circa zwanzig minütige Tricyclefahrt zum Alona Beach auf Panglao. In der Mittagshitzte laufen wir kurz den Strand entlang. Er ist relativ schmal, dafür mit sehr ruhigem Meer. Zahlreiche Boote und Bojen treiben im Wasser. Da es später tropenüblich in Strömen regnet, verbringen wir den Nachmittag auf dem großen Balkon unseres hübschen Zimmers.


Wir lassen es erstmal ruhig angehen. Die Regenphasen nutzen wir für Reiseplanung und Fitnessübungen auf dem Balkon. Wenn die Sonne scheint legen wir uns an den Strand. Hier wächst auf dem Meeresgrund viel Seegras, in dem sich kleine Fische verstecken. Überall liegen gepunktete Seesterne herum, weiter draußen gibt es auch Seeigel. Obwohl Panglao nicht ganz so touristisch ausgebaut ist, wie es Boracay war, gibt es doch zahlreiche Bars und Restaurants. Am Abend kann man gut am belebten Strand entlang schlendern oder vom Irish Pub aus den Feuerkünstlern zusehen.






Am Samstag fahren wir zur Hinagdanan Höhle im Norden der Insel. Sie ist nicht besonders groß, hat aber ein paar Stalaktiten, die über einem Becken mit klarem Wasser hängen. Gegen Gebühr darf man darin schwimmen. Ich hatte erwartet, dass das Wasser kalt ist (ist ja immerhin unterirdisch), aber das ist nicht der Fall.



Ein weiterer Regentag. Ursprünglich wollten wir morgen weiter nach Camiguin reisen. Da es aber recht aufwendig ist dorthin (und wieder zurück) zu kommen und es dort noch Corona-Beschränkungen gibt, haben wir beschlossen noch ein paar Tage länger das Balkonzimmer auf Panglao zu nutzen.