06.03.23-12.03.23
Die Woche startet mit einem langen Ausflug. Mit dem Roller fahren wir nach Loboc. Hier gibt es eine Lunch River Cruise (für uns eher ein spätes Frühstück, es ist halb elf) auf dem gleichnamigen Fluss. Das Essen schmeckt durchschnittlich, aber mit Blick auf den von Palmen gesäumten, grünen Fluss, ist es doch etwas Besonderes. Ungefähr 45 Minuten lang fahren wir, begeleitet von Livemusik, flussaufwärts. Als der Fluss zu schmal für das Schiff wird, gibt es eine Fotopause. Nachdem jeder sein Selfie mit sämtlichen mitgebrachten Omas und Tanten gemacht hat, geht es wieder zurück. Auf dem Weg bekommen wir noch traditionelle Tänze von den Frauen aus dem Dorf gezeigt.





Wieder auf festem Untergrund durchqueren wir den Man-Made-Forest. Hier wurde auf einem begrenzen Abschnitt ein ganzer Wald aus Mahagony-Bäumen gepflanzt. Der Anblick der vielen gleichförmigen Stämme ist wirklich ungewöhlich. Das bedeutet aber auch, dass zahlreiche Leute mitten auf der Straße stehen, um ein gutes Foto machen zu können. Dann erreichen wir eines der Wahrzeichen der Insel Bohol: Die Chocolate Hills. Eine Karstlandschaft, in der die Erosion hunderte, quasi identische Hügel, zurück gelassen hat. In der Regenzeit sind sie hellgrün bewachsen, in der Trockenzeit vertrocknen die Pflanzen und färben sich schokoladenbraun. Aktuell liegt die Farbe irgendwo dazwischen.


Um den weiten Rückweg etwas aufzulockern, machen wir einen weiteren Stopp. Der Kawasan Wasserfall war mal eine Touristenattraktion mit entsprechender Infrastruktur. Die wurde beim letzten Taifun teils zerstört und ist nicht mehr in Betrieb. Trotzdem ist die Treppe frei von Schmutz und der Rasen gemäht, es scheint sich also jemand zumindest ein bisschen zu kümmern. Außer uns sind nur drei andere Leute hier. Wir kühlen uns im Wasser ab und genießen die relative Ruhe (der Wasserfall ist laut, obwohl er gerade nur wenig Wasser führt).


Die restlichen Tage auf Panglao verbringen wir am Strand. Das Wetter ist beständiger geworden, aber auch heißer. In der prallen Sonne fühlt man sich sprichwörtlich wie im Backofen. Wir freuen uns über jede Wolke – kaum zu glauben. Eigentlich wollten wir auch einmal bei Sonnenaufgang schwimmen gehen, bevor es so warm wird und die ganzen Verkäufer den Strand entlang laufen. Morgens um sechs ist aber Ebbe und man kann nur knietief ins Wasser laufen, bevor man das Seegras (und die Seeigel) erreicht. Es bleibt also ein normales (wasserfreies) Sonnenaufgangserlebnis.





Nach fast zehn Tagen verlassen wir unser geliebtes Balkonzimmer. Es hat gut getan mal eine Weile an Ort und Stelle zu bleiben und nichts zu tun. Es geht zurück nach Cebu City. Hier ist noch ein Tag Sightseeing eingeplant. Wir schauen den Taoistischen Tempel an. Er liegt an einem Hang, sodass man einen guten Blick über die Stadt hat. Der chinesische Einfluss ist deutlich sichtbar, die Dächer sind mit Drachenfiguren geschmückt und in den Innenräumen hängen die typischen roten Lampions. Dann stellen wir fest, dass Cebu nur kleinere, unspektakuläre Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und diese ziemlich über die Stadt verteilt liegen. Das schreckt uns etwas ab. Stattdessen nutzen wir die Nähe zu zwei großen Malls und lassen uns durch die unübersichtlichen Gänge treiben. Wir entdecken ein Bowlingcenter und ein Kino und testen beides.






Damit gehen vier Wochen Strandurlaub auf den Philippinen zu Ende. Wie schon anderswo hat mich auch hier überrascht wie freundlich (und höflich) die Menschen sind. Außer dem Meer werden wir sicherlich auch vermissen, wie einfach sich ein Land bereisen lässt, wenn fast jeder Englisch spricht und auch alles Offizielle (z.B. Hinweisschilder) auf Englisch beschriftet ist.