Woche 20: Manila und Boracay

12.02.23-20.02.23

Um halb drei nachts müssen wir aufstehen, um drei holt uns ein kleiner Shuttlebus ab und bringt uns zum Flughafen. Der Zwischenstopp in Sydney ist unentspannter als geplant. Wir mussten nicht durch die Zollkontrolle, sondern konnten direkt im Transitbereich bleiben, haben aber keinen Boarding Pass für den zweiten Flug. Ein zuständiger Airline Mitarbeiter ist nicht in Sicht. Die Nervosität steigt. Eine dreiviertel Stunde vor Abflug taucht dann endlich jemand auf, der unsere Tickets ausdrucken kann. Doch die Ernüchterung geht weiter. Auf dem achtstündigen Flug werden nur Snacks verkauft (kein richtiges Essen), die Kartenzahlung funktioniert bei niemandem. On Board Entertainment gibt es auch nicht, es lassen sich nicht einmal die Sitzlehnen verstellen. Diese Billig-Airline macht ihrem Namen wirklich alle Ehre.

Auf der Fahrt durch das breits dunkle Manila beeindrucken die Highways, die sich auf drei oder vier Ebenen durch die Stadt ziehen. Der nächste Tag zeigt uns, dass es hier (zumindest in unserem Stadtviertel Makati) überraschend sauber ist. Über die Stadt verteilt gibt es unzählige Shoppingmalls, auch die drittgrößte der Welt. Obwohl ich zugegebenermaßen neugierig bin, entscheiden wir uns dagegen, sie zu besuchen. Manila ist riesig und allein die Fahrt dorthin würde schon eine Stunde brauchen. Nicht so schlimm, Makati hat seine eigenen großen Malls. Mehrere Stunden schlendern wir hindurch, kaufen Snacks und zocken ein bisschen im Arcade Center. Am Abend sitzen wir in der Rooftop Bar unseres Hostels und genießen den Blick auf die futuristisch beleuchtete Skyline.

Und schon geht es weiter, zurück zum Flughafen und nach Caticlan, von wo aus man mit einer kurzen Bootsfahrt nach Boracay kommt. Obwohl es bei unserer Ankunft regent und auch am nächsten Tag recht bewölkt aussieht, genießen wir den ersten Strandtag seit mehreren Wochen. Der Hauptstrand an der Westküste, soll einer der schönsten der Welt sein und das können wir nur bestätigen. Perfekter feiner, weißer Sand gesäumt von Palmen, statt Hotelburgen. Das Wasser ist eigentlich türkis, nur an manchen Stellen sieht es intesiv grün aus, weil viele kleine Algen wie Daunen durchs Wasser schweben. Auch ohne direkten Sonnenschein ist es warm genug um hier zu entspannen. Vor allem, weil viel weniger los, ist als man von den ganzen Mittelmeerstränden gewohnt ist. Nur wenige Meter weiter, an der Ostküste, bläst der Wind stark genug für eine ganze Armada an Kite-Surfern. Am Abend gehen wir ins Fitnessstudio der Einheimischen, eine interessante Erfahrung. Alles ist sehr simpel und recht abgenutzt. Die Gewichte haben keine Beschriftung und die Polster sind mit Klebeband befestigt. Kardiogeräte gibt es kaum, und keine Frauen außer mir. Nur eine handvoll asiatischer Männer bewundern ihre Muskeln im Spiegel (und haben eventuell beim leg-day gecheated).

Boracay gehört sicherlich zu den touristischsten Orten auf den Philippinen. Kein Wunder, dass es reichtlich Restaurants und Massagesalons gibt, und natürlich einen Souvenirladen nach dem anderen. Aber es macht ja auch mal Spaß zu schlendern und zu gucken. In der kleinen Shoppingmall gibt es sogar ein Kino, wo wir den neuen Ant-Man Film schauen. Unsere Eintrittskarten sind handgeschrieben. Am Freitag testen wir einige der Strandbars aus. Wer will kann hier wirklich gut (und relativ günstig) feiern gehen. Fühlt sich irgendwie besonders an, wenn man nebenbei die bunt beleuchteten Palmen sieht und das Meer rauschen hört.

An einem der Tage mit durchwachsenem Wetter fahren wir ganz in den Norden der Insel. Auf dem Weg kann man kurze Blicke auf die Luxusresorts erhaschen. Eines hat einen Privatstrand, ein anderes einen gigantischen Golfplatz. Unser Ziel ist der Puka Beach. Er ist breiter und steiler und (zumindest heute) viel einsamer, als der zentrale Strand. Schwimmen gehen wir nicht, die Brandung ist zu stark. Aber wir genießen die Ruhe hier. Später am Tag legen wir uns noch an den Hotelpool auf dem Dach. Auch hier ist es recht ruhig. Ob es daran liegt, dass es nur vier Liegen gibt?

Die Sonne zeigt sich am letzten Tag endlich von ihrer besten Seite. Das Meer sieht so besonders schön aus. Der perfekte Strandtag, zumindest, wenn man einen Schattenplatz findet (es ist unglaublich heiß). Wir genießen eine günstige Massage und schaffen es sogar rechtzeitig zum Sonnenuntergang nochmal zum Strand zu laufen. Der Himmel ist nicht so bunt wie erwartet (Wolken…), aber der Moment ist trotzdem so schön. Hunderte Menschen sind hier, viel mehr als tagsüber. Die vielen blauen Segelboote haben sich am Ufer versammelt. Über allem liegt ein goldenes Licht. Die Atomsphäre ist total entspannt, obwohl so viel los ist. Ein toller Abschluss für unsere Entspannungswoche auf Boracay. Morgen geht es weiter in die Metropole Cebu City.

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