Woche 17: Von Rotorua nach Westport

23.01.23-29.01.23

Bevor wir Rotorua wieder verlassen, besuchen wir noch Te Puia. Hauptattraktion in dieser Anlage ist der Pohutu Geysir, der größte Neuseelands. Es gibt noch mehrere kleinere Geysire, blubbernde Schlammlöcher und ein Haus mit drei Kiwis (die süßen Nationalvögel sind nachtaktiv und können deswegen nicht fotografiert werden). Außerdem ein großes Maori-Kulturzentrum. Dort sehen wir, wie die traditionellen Häuser im Dorfzentrum ausschauen, bekommen einen Haka vorgeführt (eine Art Kriegstanz) und können diverse Künstler bei der Arbeit beobachten (Steinmetze, Schnitzer, Weberinnen). Sie verwenden vielfach noch traditionelle Materialien (Grünstein, neuseeländischer Flachs). Auf der Fahrt nach Taupo hält der Bus kurz an den Huka Falls an. Der Wasserfall ist eigentlich eher ein Kanal, das Wasser rauscht nicht wegen großem Gefälle, sondern weil es sich durch zwei Steinwände zwängen muss. Der Anblick ist durchaus beeindruckend, vor allem, weil das Wasser so schön blau aussieht. In Taupo angekommen genießen wir die Sonne am Ufer des gleichnamigen Sees (der größte in Neuseeland).

Heute wird es anstrengend: Die Wanderung Tongariro Alpine Crossing ist mit 6,5 bis 8 Stunden angesetzt und es geht früh los. Lange vor Sonnenaufgang holt uns ein Shuttlebus ab und bringt uns für zu viel Geld zum Startpunkt. Pünktlich zu unserer Ankunft fängt es an zu regnen. Zum Glück nur leicht. Der Weg beginnt breit und recht flach, wird dann aber steiler. Eigentlich sollten wir jetzt den Vulkan Ngauruhoe bewundern (auch bekannt als Mount Doom/Schicksalsberg aus Herr der Ringe), aber er liegt fast vollständig in den Wolken. Mehrere Schilder empfehlen umzudrehen, falls das Wetter schlecht ist, aber alle gehen weiter (hunderte Leute laufen hier jeden Tag entlang). Es ist weder windig noch besonders kalt, aber ab dem Red Crater (Mount Tongariro) wird es trotzdem unangenehm. Auch Nieselregen kann Kleidung durchnässen, wenn er genug Zeit hat. Selbst die unnatürlich gefärbten Emerald Lakes verlieren durch den Nebel an Strahlkraft. Der Weg nach unten ist mühsam, aber immerhin hört es irgendwann auf zu regen. Nach 5:50h sind wir am Ziel, viele sind bereits vor uns da. Da die Wanderung kein Rundweg ist, sind alle auf die Ankunft der Shuttlebusse angewiesen. Der erste soll in zwei Stunden da sein (bei Sonnenschein lassen sich die Touristen wohl mehr Zeit für die Wanderung). Zum Glück hat jemand angerufen und sie gebeten früher zu kommen.

Am nächsten Tag fahren wir nochmal in den Tongariro Nationalpark. Dieses Mal bleibt es trocken und die Wanderung zu einem kleinen Wasserfall dauert auch nicht lange. Weiter geht es nach Wellington, der überschaubaren Hauptstadt ganz im Süden der Nordinsel. Die Straße führt auch hier durch eine Landschaft aus grünen Hügeln voller Kühe und Schafe.

Unsere zwei Tage hier gehen wir ruhig an. Wir steigen auf den Mount Victoria, von dem man unter anderem den Flughafen sieht (Meer auf beiden Seiten davon!). Außerdem besuchen wir das Nationalmuseum Te Papa. Die Ausstellung ist interessant, wenn auch einfach gehalten (die Erklärtafeln verstehen auch Kinder). Es geht um die einzigartige Flora und Fauna des Landes. Und darum, wie sehr sie gelitten und sich verändert hat, seit die Maori und vor allem die weißen Siedler hier angekommen sind.

Dann verlassen wir die Nordinsel und setzten mit der Fähre nach Picton über. Mit neuem Busfahrer geht es von dort nach Abel Tasman (bzw. Kaiteriteri). Hier gibt es einen schönen Strand, aber das Wetter schlägt gerade um, uns ist nicht nach Baden zumute. Die Wanderwege im Nationalpark sind zu lang, um sie jetzt am späten Nachittag noch zu erkunden. So bleibt die kleine Stadt für uns nur ein Zwischenstopp.

Auf dem Weg nach Westport halten wir kurz am Nelson Lake an. Er liegt malerisch zwischen den Bergen. Ein paar besonders Motivierte gehen schwimmen, der Rest versucht sich vor den Sandfliegen in Sicherheit zu bringen. Westport soll einen schönen Strand haben, an dem man auch gut surfen kann, nur läuft man von unserer Unterkunft aus 40min hin. Wir verbringen den lauen Abend lieber im hübschen Innenhof der Unterkunft.

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