Lima 2.0

14.11.22 Lima

Noch einmal Lima, hier ist schließlich der Flughafen…

Dieses Mal haben wir eine Unterkunft im Zentrum ausgesucht. In der Nähe der dortigen Sehenswürdigkeiten. In der Nähe ist relativ, denn Lima ist groß. Was nahe aussieht, ist immer noch weit weg. Wie riesig die Stadt tatsächlich ist, verrät uns Wikipedia: mehr als 9 Millionen Einwohner! Das war uns beim ersten Besuch gar nicht bewusst.

Viel Programm haben wir nicht, der letzte Tag soll entspannt sein. Wir schlendern nach Norden, über die Plaza San Martin und an der Iglesia de La Merced vorbei. Wie immer ist auch in Lima die Plaza de Armas das Zentrum. Hübsch und ganz schön groß. Am Palacio de Gobierno findet angeblich gleich die Wachablösung statt. Wir warten gespannt. Und warten. Nichts passiert. Überall Polizei, die Straßen sind abgesperrt. Vor dem Palasteingang wartet eine Menschenmenge. Nach ca. 40min Rumgestehe zeigt sich der Präsident Perus für ein paar Sekunden. Immerhin.

Später lassen wir uns durch den Trubel Chinatowns treiben. Dann durch das angrenzende Viertel. Hier gibt es hunderter kleiner Läden und Straßenverkäufer, die alle nur Deko-Materialien im Angebot zu haben scheinen. In jedem zweiten gibt es Christbaumkugeln und glitzernde Weihnachssterne (aus Plastik), aus jedem dritte schallen schrill und schräg Weihnachtsmelodien. So viele Menschen wie hier unterwegs sind, habe ich seit Wochen nicht mehr gesehen. Nach ein paar Straßen ändert sich das Sortiment erst zu Plastik-Schnickschnack und dann zu Fernsehern und Kühlschränken. Es gibt nichts, was man hier nicht bei einem Straßenhändler kaufen könnte. Wirklich ein Erlebnis!

Nach Sonnenuntergang gehen wir dorthin, wo ich schon letztes Mal hin wollte: Den Circuito Magico del Agua. Dieses Mal liegt der Park mit den Springbrunnen sogar in Laufweite. Er ist auch tagsüber geöffnet, aber in der Dunkelheit sind die 13 Brunnen bunt beleuchtet und sehen so noch faszinierender aus. Wir schlendern langsam durch die Anlage. Beeindruckend, weil ganz anders als alle, die ich bisher gesehen habe, ist die Lightshow. Tanzende Wassersäulen sieht man hier nur am Rande. Stattdessen wird ein 15-minütiges Video auf den feinen Wassernebel des größten Brunnens projiziert. Zu sehen ist eine abstrakte Abfolge aus Schattenfiguren, antiken Gemälden und bunten Symbolen, überwiegend mit Bezug zu den Inka. Begleiten wird die Show selbstverständlich auch hier von Musik. Nach einem Snack bei einem der zahlreichen Foodtrucks, laufen wir durch einen Tunnel in den zweiten Teil des Parks. Hier befinden sich die letzten vier der dreizehn Brunnen und sehr viel weniger Beuscher. Es ist ein sehr gelungener Tagesabschluss, sogar Patrick ist begeistert.

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